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Anfänge der Industrie im Warndt

Schon die Römer schmolzen hier Eisen

Ob und wieweit im Warndt bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit eine nennenswerte "Eisenindustrie" bestanden hat, sind sich die Heimatkundler nicht ganz einig. Werner Hoppe, Ludweiler, vertritt in einem Beitrag "Zur Geschichte des Warndts" aus dem Jahre 1981 die Auffassung: "Dies bisher getätigten Funde dürften für einen endgültigen Nachweis nicht ausreichend sein."

Dagegen vertritt der Heimatkundler Werner Weiter, St. Nikolaus die Auffassung: "Schon zur Römerzeit wurde in unserer Region Eisen geschmolzen. Eine frühe römerzeitliche Eisenschmelze läßt sich aufgrund von Bodenfunden in den Gemarkungen 'Im Bitschelt' von Geislautern nachweisen. Zu dieser alten Siedlung im Bitschelt gehörten auch mit großer Wahrscheinlichkeit die provinzialrömischen Brandgräber, die beim Bau des Rosselschachtes, der späteren Grube Velsen, zutage kamen."

Auf der Spurensuche im Warndt wurde vor einigen Jahren auch der Heimatkundler Georg Meilchen fündig, der in Ludweiler und Großrosseln Stollen und Schächte untersuchte, in denen er Hinweise für Erzabbau nachweisen konnte. Auch im Hallerkopf in Wehrden entdeckte Georg Meilchen Schürfgräben und Erzkaulen aus alter Zeit.

Erzabbau in größerem Umfang dürften allerdings erst in späteren Zeiten erfolgt sein. So findet sich in einem Untersuchungsbericht aus dem 18.Jahrhundert über Erzvorkommen in der Grafschaft Saarbrücken der Hinweis: "Auf dem neuen Eißenanbruch zu Roßlen befindet sich indenen Eisensteinen Quecksilberertz mit eingesprengt." Um diese Erze gewinnträchtig nutzen zu können, planten die Grafen von Nassau-Saarbrücken ein Eisenwerk in Großrosseln. Die 1721 erbaute Rosselmühle wurde 1767 erworben, um in einen Eisengewinnungsbetrieb umgebaut zu werden. Verhandlungen mit einem Consortium von Eisenhüttenleuten führten nicht zu dem gewünschten Erfolg.

So gab man das Vorhaben auf. Schon früher "hat man fürgehabt im Warnet Eysenbergkwerk ufzurichten", heißt es in einem Dokument aus dem Jahre 1566. Wichtiger als die alles in allem doch recht dürftigen Erzvorkommen war der Holz- und Wasserreichtum des Warndtes, der günstige Voraussetzungen bot, im dicht bewohnten Rosseltal Eisenwerke zu errichten. So entstanden 1575 in Geislautern, um 1620 in St. Avold und später in Creutzwald, St. Fontaine und Ober-Homburg zunächst kleine Familienunternehmen mit geringer Belegschaft und einer meist regionalen Markterschließung.

   
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