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Die Adt-Werke in Forbach

Drei große Familien prägten die Aufschwungsphase zur Mitte des 19. Jahrhunderts in Forbach und Umgebung, und sie beeinflussten das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben: die Familien de Wendel, Couturier und Adt.

Es war das Verdienst der Wendels, die Steinkohlenindustrie in Petite Rosselle, später in Forbach in Gang zu bringen, ebenso in Stiring-Wendel, wo sie das leistungsstärkste Eisenwerk im Französischen Kaiserreich entwickelten, ein Werk, das nach 1870 jedoch nur noch seinen Niedergang erleben sollte. Während ihr Herrschaftsgebiet innerhalb der Grenzen der Bergarbeitersiedlungen von Stiring-Wendel und von Petite Rosselle lag, teilten sich die Forbacher Fabrikanten Adt und Couturier den Bereich des politischen Einflusses. Die Couturiers waren weniger ökonomisch stark, ihre Ziegeleien aber waren die bedeutendsten in Lothringen, später in Deutschland.

Die Adts haben dem Leben in Forbach für die Dauer von fast 70 Jahren bis zum Ende des Ersten Weltkrieges ihren Stempel aufgedrückt. Viele Projekte sind auf ihrem Aktivposten verbucht. So hat die Papier- und Kartonagefabrik Marienau die Entwicklung der ganzen Siedlung bestimmt, den Adts sind ferner die Teilrestaurierung des feudalen Schlosses zuzurechnen, die Schaffung eines wunderschönen Parks, der Bau eines mittelalterlichen Gutshofes - des Burghofes, Adt-Schlosses und eines Gebäudes, in dem heute das Hospital Ste. Barbe untergebracht ist. Die gesamte Gestaltung des Fabrikviertels geht auf die Adts zurück. Fügt man noch hinzu, dass Forbach ihnen die erste Trinkwasserleitungen verdankt, ebenso die Finanzierung einer modernen Klinik, des heute nicht mehr existierenden Hospitals Marie-Madeleine, dann muss man auch erwähnen, wie sehr sie zur Vergrößerung und Verschönerung der Stadt vor 1914 beigetragen haben.

1853 hatten sie sich endgültig in Forbach niedergelassen, zuvor waren sie das erste Mal 1844 in der Stadt, um die kleine Fabrik "Barth, Adt et Cie." zu gründen, die 1847 nach Saargemünd verlegt wurde. Also begann das Unternehmen in Forbach im Mai 1853 seine Tätigkeiten unter der Leitung von Pierre Adt, dem späteren Bürgermeister, aufzunehmen.

   
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